Alter Kahn und junge Liebe (1957)

Regie: Hans Heinrich
Drehbuch: Hans Heinrich
(nach einem Szenarium von Dieter Noll und Frank Vogel)
Musik: Gerd Natschinski; Lied “Ja, ja, der Seemann” von Horst Hanns Sieber (Gesang: Fred Frohberg und die Bergols)
Kamera: Eugen Klagemann; Spezialaufnahmen: Ernst Kunstmann
Schnitt: Hildegard Tegener, Ferdinand Weintraub
Länge: 77 min    s/w
Inhalt:

Der dickköpfige alte Schiffer Heinrich Borchert weigert sich, den Fortschritt der neuen Zeit zu erkennen. Für die DSU zu fahren kommt für ihn nicht in Frage. Er ist privater Schiffseigner – und das bleibt auch so! Um die Hypotheken abzahlen zu können, die auf seinem Kahn “Marie” lasten, nimmt er mehr Ladung an Bord als vernünftig ist und riskiert einen gefährlichen Tiefgang im flachen Havelwasser. Weder sein Freund Hermann Vollbeck, ebenfalls ein alter Binnenschiffer, der jedoch für die DSU fährt, noch der Protest seines Sohnes Karl bringen ihn davon ab. Schließlich tut Borchert das doch alles nur für Karl, der den Kahn einmal übernehmen und es besser haben soll. Der hingegen hat andere Vorstellungen vom Leben. Statt nur ein Sklave des Schiffes zu sein oder sich mit Schulden plagen zu müssen, möchte er neben der Arbeit auch mal Zeit für angenehmere Dinge haben. An diesen Ansichten ist Vollbecks Enkelin, die junge Schiffbau-Studentin Anne, die ihre Sommerferien auf dem gleichnamigen Kahn ihres Großvaters verbringt, nicht ganz unschuldig. Denn Karl hat sich in das fröhliche blonde Mädel verliebt, und auch Anne gefällt der tüchtige Schifferssohn – und zwar viel besser als der forsche, von sich selbst sehr überzeugte Schleppdampfer-Kapitän Horst Richter, der ihr den Hof macht. Als der alte Borchert dem stürmischen Wetter und der Dunkelheit der Nacht zum Trotz auf eigene Faust weiterfahren will, um pünktlich ans Ziel zu gelangen, bleibt sein Kahn liegen. Mit Hilfe von Kapitän Richter gelingt es, die “Marie” wieder flott zu machen, und Karl setzt sich gegenüber seinem Vater durch, der letztendlich zur Einsicht kommt.