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Inhalt:
Wie im restlichen Europa grassiert auch in Wien 1847 das gefährliche Kindbettfieber in den Gebärkliniken, das jede dritte Wöchnerin ihr Leben kostet. Während ein Teil der renommierten Doktoren dieses unerklärliche Phänomen als übermächtig akzeptiert, will sich Semmelweis nicht damit abfinden. Unerbittlich sucht er nach möglichen Ursachen. Schon der Verzweiflung nahe, erkennt er schließlich, dass es sich um eine Blutvergiftung handelt, hervorgerufen durch winzige Partikel von Leichengift aus der anatomischen Forschung, die durch nicht ausreichend gesäuberte Hände der Ärzte auf die Wöchnerinnen übertragen werden. Semmelweis macht daraufhin gründliche Chlorkalkwaschungen zur Pflicht bei seinem Personal, und es gelingt ihm, die Fälle von Kindbettfieber bald beträchtlich zu reduzieren. Einflussreiche Kollegen wehren sich allerdings entschieden gegen die generelle Einführung dieser neuen Methode. Es scheint, als nähmen sie lieber den Tod der Patientinnen in Kauf als einen verheerenden Fehler in ihren bisherigen Behandlungsweisen öffentlich einzugestehen, befürchten sie doch, ihr Ansehen in der Gesellschaft zu verlieren. Man erteilt Semmelweis Vortragsverbot und nach 1848 enthebt man ihn - als Sympathisanten der bürgerlichen Revolution - seines Postens. In Budapest führt er eine Klinik nach seinen Maßstäben, leidet aber unter der ausbleibenden allgemeinen Anerkennung seiner Ideen. Erst 1865, fast zwanzig Jahre später, erhält Semmelweis auf einem internationalen Ärztekongress erstmals die Möglichkeit, vor Publikum über seine Erkenntnisse zu sprechen. Von Krankheit gezeichnet und mit schwacher Stimme, beschwört er seine Zuhörer zur stetigen Arbeit mit reinen Händen und reinem Herzen, bevor er zusammenbricht und stirbt.
(Team Zutz)
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