zur Darstellerübersicht

Maria Alexander

Maria Alexander

* 27.05.1936, Wien (Ö)

Fotos

Biographie

Sie wächst in einer Opernsängerfamilie auf und beginnt sechsjährig mit dem Klavierunterricht. Eigentlich will sie Pianistin werden, doch diesen Wunsch gibt sie schließlich auf. Noch heute zählt das Klavierspiel zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Nach dem Abitur absolviert sie eine Ausbildung im Dresdner Opernstudio und ist vier Jahre an der Staatsoper Dresden engagiert. Ab 1959 gehört Maria Alexander jahrzehntelang zum Ensemble des Metropol-Theaters Berlin, dessen Ehrenmitglied sie 1996 wird. Mehrere Künste gleichzeitig verlangt ihr das Musiktheater ab - Gesang, Schauspiel sowie Tanz muss sie beherrschen. "Man muß vielseitig sein", sagt sie. Auf der Berliner Bühne des Metropol-Theaters kann man die sympathische Sängerin mit den dunklen braunen Augen in vielen Operetten-Hauptrollen erleben, darunter in Werken wie "Boccaccio", "Der Vogelhändler", "Die lustige Witwe", "Die Csárdásfürstin", "Orpheus in der Unterwelt". 1964 debütiert sie als Musical-Interpretin mit der Cecily in der Uraufführung von Gerd Natschinskis "Mein Freund Bunbury". Über die Jahre sieht man sie in weiteren Musicals, u.a. "Annie Get Your Gun", "Alexis Sorbas", "Hello Dolly". Ihre liebste Partie, eine Art Traumrolle, darf Maria Alexander 1966 spielen: In ca. 300 Vorstellungen begeistert sie in "My Fair Lady" als das Londoner Blumenmädchen Eliza Doolittle an der Seite von Horst Schulzes Professor Higgins. "Als Wienerin fiel mir der Berliner Dialekt anfangs sehr schwer. Da habe ich zu unseren Bühnenarbeitern Kontakt aufgenommen, und von ihnen bekam ich die besten Hinweise. Ja, in Berliner Eckkneipen habe ich sogar Sprachstudien betrieben", gesteht sie dem Filmspiegel 1967. 22 Jahre später steht sie als Higgins' Haushälterin Mrs. Pearce auf der Bühne. Am Metropol-Theater und im Friedrichstadtpalast tritt sie außerdem mit literarisch-musikalischen Foyer-Programmen auf. Sie gastiert im In- und Ausland, seit Mitte der 1990er heißen die Stationen Essen, Halle, Dresden oder Neustrelitz. Daneben gibt sie Konzerte, von Oper über Kunstlied bis Musical, singt im Fernsehen, arbeitet für Rundfunk (etwa 150 Aufnahmen), Hörspiel und synchronisiert Walt-Disney-Produktionen. Auch auf Schallplatte ist ihre schöne Stimme gebannt - eine Sache, die ihr für die eigene Kontrolle zwecks Fehlererkennung äußerst wichtig erscheint, wie sie selbst erklärt.
Im DEFA-Film "Silvesterpunsch" wirkt Maria Alexander für eine kurze Szene als Sängerin mit, die das Publikum inklusive Kulturbrigade mit ihrer Darbietung erfreut. Mit einer wichtigen Filmaufgabe betraut sie Regisseur Joachim Kunert. In seinem Antikriegsstreifen "Die Abenteuer des Werner Holt" verkörpert sie - neben Klaus-Peter Thiele in der Titelrolle - die Gertie Ziesche, ein Charakter, den die Künstlerin persönlich nicht mag. Trotzdem, "Für mich bedeutete die Filmarbeit eine wertvolle Bereicherung meiner künstlerischen Ausdrucksmittel. Ich spielte Gertie Ziesche gern, leben aber möchte ich niemals wie sie!" lautet die abschließende Bemerkung auf die Frage nach ihrer Rolle.
Verheiratet ist Maria Alexander bis zu seinem Tod mit dem Schauspieler und Theaterkollegen Wolfgang Ostberg. Gemeinsam haben sie drei Kinder, Sohn Marcus Ostberg (*1972 in Berlin) arbeitet ebenfalls als Schauspieler.

(Team Zutz - Quellen u.a.: Rhythmen - Späße - Bühnensterne; Filmspiegel von 1965 und 1967; Internetseite des Landestheaters Mecklenburg, Neustrelitz)

Filmographie (Auswahl)

Jahr

Filmtitel

Rolle

1960

2x Madeleine (TV)

Ditha Donner

1960

Von Melodie zu Melodie – Tonfilmschlager
von gestern und heute (TV)

(Gesang)

1960

Silvesterpunsch

Sängerin

1963

Der Dieb von San Marengo

Viola (Gesang)

1963

Kontrapunkt und Liebe (TV)

 

1965

Die Abenteuer des Werner Holt

Gertie Ziesche

Fotos

Als Eliza Doolittle in "My Fair Lady" (1966), Inszenierung des Metropol-Theaters Berlin
nach oben Filmsterne A-Z nach Hause