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Geschildert wird der Lebensweg des Essener Drehers Fred Krause, seine Entwicklung vom politisch desinteressierten Krupp-Lehrling zum klassenbewussten Genossen und Werkdirektor des Thälmann-Werkes in Magdeburg. Er durchläuft einen langen, schweren Prozess der Erkenntnis, der von persönlichen, teils bitteren Erfahrungen, Begegnungen sowie der Anteilnahme am Schicksal anderer geprägt ist.
In jungen Jahren liegt ihm weniger daran, ein Musterschüler zu sein, als ein akzeptierter Kamerad der Gleichaltrigen. Zu Hause ist er verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Vater Krause ist Vollblut-Kruppianer und ganz dem mächtigen Arbeitgeber untertan, jenem traditionellen Konzern, führend in der Waffenindustrie, der seit jeher an der Kriegsproduktion, der Belieferung des Militärs und der Regierung verdient und dessen qualitativ hochwertige Erzeugnisse in Friedenszeiten auch internationale Abnehmer haben. Die Auflagen des Versailler Vetrags erfüllt die Firma zum Schein. Freds Onkel Jupp will es als Sozialdemokrat allen recht machen und entscheidet sich im Grunde für niemanden konsequent, während Onkel Jüll als Mitglied der KPD linksgesinnt ist, wie auch Freds Arbeitskollege Anton Wrege, der meint, jeder Mensch müsse einen Standpunkt beziehen. Eigentlich entsprechen manche Gedankenansätze Freds schon ganz gut denen der "Roten", aber ihm fehlt entscheidend das Bewusstsein für den Klassenkampf. Seine Jugendliebe Guste Keuben aus der Arbeitersiedlung weiß da eher, wo sie politisch steht. Sie erwartet ein Kind von Fred, aber ihre Wege trennen sich, als sie glaubt, er habe ihren fahnenflüchtigen Bruder Fipps mutwillig verraten. Fred landet als Mitwisser und wegen versuchter Abtreibung im Gefängnis und entgeht seinem aufgeschobenen Prozess durch den Einberufungsbefehl. Sein vorgesetzter Offizier und Schwager in spe Jochen Kirchhoff nimmt ihn nach Kriegsende mit. Fred erfährt erst hinterher, dass er unter Putschisten geriet. Die Zeit der Verwundung und ernsthafter Krankheit verbringt er in Berlin.
Später kehrt er heim zu seiner Familie. Ein Verrat führt jedoch bald zum endgültigen Bruch mit seinem Vater. Fred packt seine Sachen und zieht aus. Die Arbeitslosigkeit überbrückt er mit seiner Tätigkeit im Altstoffhandel seines geschäftstüchtigen Bruders Gustav, der auch die gekündigten Anton und Jüll für sein Unternehmen anstellt. Dann kann Fred plötzlich bei Krupp-Gruson in Magdeburg anfangen. Im Zug trifft er Guste und seinen Sohn Hans, die Liebe ist noch nicht erloschen, und gemeinsam beginnen sie sich in Magdeburg eine Existenz aufzubauen. Eine Erfindung von Fred für den Betrieb wird nicht wie erhofft belohnt, die Enttäuschung ist groß. Meister Barberino empfiehlt eine Klage durch einen befreundeten Anwalt, Dr. Lorenz. Der ist allerdings ein Gauredner der NSDAP, was Guste deutlich stört, weiß sie doch um die drohende Gefahr, Fred für die "Braunen" begeistern zu wollen. So gibt es keinen Prozess, und keine finanzielle Entschädigung. Anton, inzwischen auch in Magdeburg beschäftigt, kommt einer geplanten Gemeinheit auf die Schliche, wobei der sowjetische Kunde von Krupp betrogen werden soll. Als Fred mithilft, dem entgegenzuwirken und den Ingenieur Konopatow warnt, macht Guste das stolz auf ihren Mann. Das Geld im Haushalt Krause ist knapp, und Fred missbilligt, dass Guste von dem Wenigen noch Agitationsspenden für die Partei zahlt. Nicht lang nach dem heftigen Streit darüber stirbt sie bei der Geburt ihres zweiten Sohnes Erich.
Hitlers stetiger Aufstieg bedeutet eine Konjunktur der deutschen Wirtschaft. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach fühlt sich zu einer öffentlichen Erklärung seiner Führertreue verpflichtet, entgegen Direktor Lösingers Einwand, diese Festlegung sei nicht der richtige Schritt. Der allgemeine Aufschwung hat auch Freds Situation etwas verbessert, der als alleinerziehender Vater seine beiden Kinder versorgen muss. Erich bringt er vorübergehend zu seinen Eltern nach Essen. Als Fred sich dort - ohne Erfolg - für seinen verhafteten Onkel Jüll verwendet, gerät er durch einen Zufall selbst in die Mangel der Nazis. Besonders belastend kommt der gefälschte Pass für einen verfolgten Freund hinzu, den man in seinem Besitz entdeckt. Durch hartnäckiges Schweigen und Verweigerung der Kooperation landet Fred schließlich im Konzentrationslager. Firma Krupp, Deutschlands Waffenschmiede, profitiert von der Aufrüstung zum Krieg. Da ist die Gefangennahme des jüdischen Chefkonstrukteurs Blumenthal lediglich ein unangenehmer Makel am Rande, offiziell pensioniert man ihn "auf eigenen Wunsch". In Wirklichkeit wird er zum Leidensgefährten Freds, der ironischerweise im Lager Torpedoteile für den Krupp-Konzern baut. Bevor kleine Sabotagen auffallen, entlässt man Fred plötzlich eines Tages. Das verdankt er seinem Hans, der nun ein gefeierter Kriegsheld ist. Erich wird derweil in einem Schweriner Internat (v)erzogen. Fred beginnt in der Gießerei bei Krupp-Gruson in Magdeburg. Er weiß längst: Krupp und Krause sitzen niemals im selben Boot! Anfang 1945 wird er (wegen Rüstungssabotage) erneut verhaftet und zu Tod und Ehrverlust verurteilt. In den Wirren der letzten Kriegsmonate sind Verzögerungen der Vollstreckung nicht selten, und Fred kann rechtzeitig fliehen und der Not-Erschießung entgehen.
Nach Kriegsende und Heimkehr nach Magdeburg ist ihm klar: Leben heißt auch Politik. Er will sich nie wieder treiben lassen, sondern sich bekennen und in die Sozialistische Einheitspartei, zu der sich KPD und SPD zusammenschließen, eintreten. Es gibt ein Wiedersehen mit Anton und Wilhelm und auch mit Ingenieur Konopatow, die ihn gleich überrumpeln. Fred soll den Posten des Produktionsdirektors übernehmen im ehemaligen Krupp-Gruson-Werk, welches die sowjetischen Besatzer jetzt in vertrauenswürdige, deutsche Arbeiterhände legen. Hier kann er seinen Beitrag zum Aufbau einer besseren Welt leisten. Nach anfänglichem Zögern, fasst er den Mut, dem Beschluss zuzustimmen. Die neue Position ist ungewohnt und nicht einfach, doch der Wille ist da, auch zur Weiterbildung. Zuerst braucht der Betrieb Arbeitskräfte, Fachpersonal. Fred gelingt es, Paul Barberino, der von Politik nach seinem "braunen" Fehlschlag genug hat und sich verbarrikadiert, aus der Isolation zu holen, und auch den ehemaligen Oberingenieur Hensfeld, dessen Ehrlichkeit ihm imponiert, rekrutiert er. Ebenso gewinnt er für das Unternehmen junge Menschen wie Horst Pöschel und Klaus Wendel, die er fördert. Privat trifft er in seiner alten Wohnung eine dort einquartierte Witwe an, mit der er sich die Räumlichkeiten teilt. Die angehende Volksrichterin Hanna gefällt ihm, und aus der 'Übergangslösung' wird bald Liebe und Ehe. Freds Sohn Hans ist tot, aber Erich lebt und besucht das Gymnasium in Essen. Als Fred ihn endlich zu sich holt, begegnet er einem entfremdeten jungen Mann, der distanziert und teils provokant auf den Vater reagiert. Der Umgang mit seinen Neffen Heinz und Peter Kirchhoff wird spürbar. Schwager Jochen, einst einflussreicher Krupp-Direktor und engagierter Nationalsozialist, befindet sich im Internierungslager, und es stellt sich heraus, dass man von Fred erwartet, sich für ihn einzusetzen - was er strikt ablehnt. Der Familienkrach ist perfekt. Bruder Gustav beweist wie immer Überlebenskunst mit seinem Schrotthandel und wünscht Fred zum Abschied trotzdem Glück. Seine Mutter lässt Fred nur ungern in Essen zurück. Auf dem Hügel bei Krupp stehen die Öfen derzeit noch still, aber es ist absehbar, dass die wichtigen Herren von damals bald wieder gebraucht werden, auch wenn Alfried Krupp samt Direktorium in dieser Stunde noch hinter Gittern in amerikanischer Gefangenschaft weilt.
Tatsächlich werden die Angeklagten von Nürnberg einige Jahre später begnadigt und "sind wieder da", zumindest in der Bundesrepublik. Im Osten fand inzwischen die Gründung der DDR statt, sodass Deutschland nun in zwei Staaten gespalten ist. Der Hauptdirektorsessel erschien Fred zwar eine Nummer zu groß, aber die Umstände, die Einsicht in die Notwendigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein verlangten es von ihm. So führt nun ein Krause als oberster Leiter den früheren Krupp-Betrieb. Wenig Zeit bleibt für Erich. Während Hanna mit ihrer entwaffnenden Art relativ schnell Zugang zu ihm findet, wirkt der Vater rechthaberisch und intolerant auf ihn. Das Verhältnis ist gespannt, ständig gibt es Reibungspunkte. Erst die Konfrontation und Auseinandersetzung mit der grenzenlosen Unmenschlichkeit der Nazi-Verbrecher öffnen Erich die Augen und brechen das Eis zwischen ihm und Fred. Erich schließt sein Abitur mit Auszeichnung ab und fängt wie seine Freundin, die Ingenieurstochter Anita Hensfeld, ein Studium in Rostock an. Bald überrascht er Fred mit der Ankündigung von Nachwuchs. Das Thälmann-Werk entwickelt sich zu einer konkurrenzfähigen Größe im Wettbewerb auf dem Weltmarkt. Erstaunt muss der ehemalige Direktor, jetzt Vertreter von Krupp Essen, Dr. Mengert, zugeben, der Osten habe gelernt, als Fred ihm als souveräner Verhandlungspartner gegenübersitzt, welcher sich nicht durch unlautere Angebote verbunden mit inakzeptablen Bedingungen in die Irre führen lässt. "Zusammenarbeit Ja, aber fair, also in diesem Fall ohne Krupp!", formuliert Fred Krause am Ende des Gesprächs sinnbildlich.
(Team Zutz)
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