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Berlin 1914. Der Rechtsanwalt und Reichstagsabgeordnete Dr. Karl Liebknecht warnt vor der Gefahr eines Krieges, der mit Falschmeldungen zwecks Stimmungsmache im Volk und von der Obrigkeit beauftragter Waffenproduktion durch den Kanonenkönig Krupp systematisch vorbereitet wird. Wie schon sein Vater Wilhelm ist Liebknecht Sozialist. Er befürwortet entschieden den Klassenkampf des deutschen Proletariats. Mit gleichgesinnten Genossen unterstützt er auch den russischen Revolutionär Frolow, der illegal nach Deutschland kam und steckbrieflich gesucht wird. Auf einer Hochzeit in der befreundeten Arbeiterfamilie Schreiner erfährt Liebknecht vom Attentat in Sarajevo, das den Beginn des ersten Weltkrieges bedeutet. Als einziger der SPD-Fraktion hat er den Mut, öffentlich gegen die Bewilligung von milliardenschweren Kriegskrediten zu stimmen, sich damit der Mehrheit und Parteidisziplin zu widersetzen. Beschuldigungen, Verleumdungen, Drohungen und Redeverbot sind die Folge. Seine Frau und Tochter lässt man die Ausgrenzung ebenfalls spüren. Schließlich kommandiert man ihn zur Front. Trotz alledem bleibt er seinen sozialistischen Grundgedanken treu, verbreitet seine Überzeugung weiter, gelobt solange er lebt für den Frieden, gegen den Militarismus zu kämpfen. Die Arbeiter stehen zu ihm, zu Rosa Luxemburg und Spartacus. Liebknechts Behauptungen über den Hauptfeind, der im eigenen Land steht, finden vor allem auch Anhänger in der Jugend, vor der er Ostern 1916 in Jena spricht. Er distanziert sich von der Politik der SPD-Parteiführung, von Ebert und Scheidemann, die sich mit dem kaiserlichen Krieg arrangieren. Am 1. Mai des Jahres ruft er in seiner Rede am Potsdamer Platz in Berlin die Proletarier aller Länder auf, sich zu vereinen gegen Krieg und Imperialismus. Liebknecht wird verhaftet und wegen Landesverrats angeklagt, der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Seine aufrechte Haltung ist ungebrochen, der Wille bleibt stark. Unter den Arbeitern haben sein Auftreten, seine Worte das innere Feuer geschürt, es kommt zum Streik, zur Freiheitsbewegung des Proletariats.
(Team Zutz)
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