 (Archiv Volker Wachter)
Hanns Groth
* 09.12.1911, Heidelberg † 23.01.1953, Berlin
|
Biographie
Nach seiner künstlerischen Ausbildung ist Groth zuerst an Bühnen in Essen, Braunschweig und Wolfenbüttel zu erleben. Im Jahre 1951 verpflichtet ihn Wolfgang Langhoff an das Deutsche Theater nach Berlin. Dort sowie bei der DEFA kann man den Charakterdarsteller oft in Rollen von Intriganten und Zynikern erleben. So ist er im Krimi "Zugverkehr unregelmäßig" der gewissenlose Chef einer Bande von Saboteuren im geteilten Berlin der Nachkriegszeit. Herausragend gestaltet er auch den windigen Heiratsschwindler und Lebemann Conny Lohmüller im Streifen "Frauenschicksale", den Slatan Dudow inszeniert. Nach einigen weiteren Filmaufgaben stirbt Groth ganz plötzlich, erst 41 Jahre alt. Sein Freund Horst Drinda erinnert sich in einem Nachruf an den "liebenswerten Menschen" Hanns Groth: "Er konnte in einer müden Lässigkeit plaudern mit witzigtrockener Art, konnte mit feinem Ernste seine Gedanken aussprechen oder sich auch unbeschreiblich burschikos in Erinnerungen auslassen und wie ein Junge über seine eigenen Schwächen schmunzeln. Er konnte mit so viel innerem Takt zuhören, raten, helfen, konnte wirklichen Anteil nehmen und verließ sich darauf, daß ihm genauso geschehe, wenn er hilfsbedürftig wurde."
(Volker Wachter)
Filmographie (Auswahl)
|
Jahr
|
Filmtitel
|
Rolle
|
|
1951
|
Zugverkehr unregelmäßig
|
Kurt Strack
|
|
1952
|
Roman einer jungen Ehe
|
Lutz Frank
|
|
1952
|
Frauenschicksale
|
Conny Lohmüller
|
|
1952
|
Sein großer Sieg
|
Dr. Grüttner
|
|
1953
|
Die Unbesiegbaren
|
Kaiser Wilhelm II.
|
|
|