Inge Keller
* 15.12.1923, Berlin
Fotos
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Biographie
Debüt 1942 am Berliner Theater am Kurfürstendamm, dann Freiberg, Chemnitz, ab 1947 Berlin, Hebbel-, Schloßpark- und Deutsches Theater, dem sie von 1950 bis 2001 als eine der herausragenden Protagonistinnen angehört. Die Theaterarbeit dominiert in ihrer Laufbahn, aber in Phasen geringerer Beschäftigung an der Bühne tritt Inge Keller immer wieder in meist außerordentlichen Rollengestaltungen vor die Kamera, ist ein Garant für große Schauspielkunst, was in ihrem Falle - das muß nicht betont werden - nicht nur die große Geste, sondern immer wieder die zurückhaltende, kleine Nuance bedeutet. Inge Keller überzeugt im Gegenwartsfilm (bei Gerhard Lamprecht in "Quartett zu fünft", 1949, wie bei Horst Seemann in "Ärztinnen", 1984) ebenso wie in literarischen Stoffen ("Drei Schwestern", TV 1960, unter Heinz Hilperts Regie), kann so komisch sein (Die Fliege in "Happy End", TV 1977), wie sie zu erschüttern vermag (Denunziantin in "Die Verlobte", 1980). Immer wieder gewinnt Inge Keller dem Klischee der Dame von Welt neue Nuancen ab, nennt sich selbstironisch die "diensthabende Gräfin der DDR". Besonders nachhaltig wirken Rollen, die Inge Keller in mehrteiligen Fernsehfilmen der 60er Jahre spielt. Unter der Regie von Günter Reisch und Hans-Joachim Kasprzik ist sie die Frau des "Retters von Greifswald", Angelika Ebershagen in "Gewissen in Aufruhr" (1961), bei Kasprzik die Frau von Prackwitz in "Wolf unter Wölfen" (1965) nach Fallada, und in einem Stoff desselben Autors wiederum unter Kasprziks Regie eine umwerfend komische und zugleich erschütternde Mia Pinneberg in "Kleiner Mann - was nun?" (1967). Inge Keller erhält zahlriche Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis und den Nationalpreis der DDR. "Inge Keller zum Beispiel. Eine Schauspielerin, für deren Ausstrahlung es in dem Lande DDR keine Entsprechung im Wirklichen gab. Wunderbare Individualität, getragen wie ein kostbarer Pelz unter den blauen Kitteln der Frühschicht". (Henryk Goldberg, 1998) Nach der Wende konzentriert sich die Schauspielerin auf ihre Theaterarbeit, kann aber 1999 mit vielbeachteten Episodenrollen in den Filmen "Aimée und Jaguar" und "Lola und Billidikid" ein Leinwand-Comeback feiern. Im gleichen Jahr wird sie in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Künste gewählt. Inge Kellers Tochter aus der Ehe mit dem Journalisten Karl-Eduard v. Schnitzler, Barbara Schnitzler, ist ebenfalls eine erfolgreiche Schauspielerin.
(F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars")
Filmographie (Auswahl)
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Jahr
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Filmtitel
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Rolle
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1949
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Quartett zu fünft
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Irene Gabriel
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1950
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Der Rat der Götter
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Edith Scholz
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1951
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Die letzte Heuer
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Charly
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1951
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Zugverkehr unregelmäßig
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Ellen Zander
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1959
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Die Dame und der Blinde (TV)
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die Dame
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1960
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Das Leben beginnt
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Leiterin des Kindergartens
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1961
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Gewissen in Aufruhr (TV)
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Angelika Ebershagen
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1963
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Jetzt und in der Stunde meines Todes
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Ella Conradi
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1965
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Wolf unter Wölfen (TV)
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Eva von Prackwitz
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1966
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Karla
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Frau Janson
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1967
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Frau Venus und ihr Teufel
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Venus
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1967
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Kleiner Mann - was nun? (TV)
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Mia Pinneberg
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1969
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Nebelnacht
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Mathilde Nikolai
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1970
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Junge Frau von 1914 (TV)
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Mathilde Wahl
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1970
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Effi Briest (TV)
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Mutter Briest
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1970
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Unterwegs zu Lenin (DDR/UdSSR)
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Frau von Roettger
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1970
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Jeder stirbt für sich allein (TV)
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Schwester Margot
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1976
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Keine Hochzeit ohne Ernst (TV)
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Lady Bracknell
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1980
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Die Verlobte
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Irene
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1984
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Ärztinnen
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Dr. Lydia Kowalenko
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1990
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Der kleine Herr Friedemann (TV)
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Konsulin Friedemann
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1999
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Aimée und Jaguar
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Lilly Wust
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1999
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Lola und Bilidikid
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Ute
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2003
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Alles Samba (TV)
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Frau von Lengsdorf
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2004
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Wilsberg: Tod einer Hostess (TV)
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Julika Roth
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Literatur
Hans-Dieter Schütt Inge Keller - Alles aufs Spiel gesetzt Verlag Das Neue Berlin 1998 ISBN 3-360-00862-6 |