 Foto: Heinz Wenzel
Karla Runkehl
* 07.11.1930, Stettin † 24.12.1986, Kleinmach-now
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Biographie
Die Flucht aus der Heimat verschlägt sie 1945 nach Greifswald, wo die Bauerntochter neben der Schule das tägliche Brot durch Arbeit in Haus, Hof und auf dem Feld selbst erwirtschaften muss. Aufgrund ihrer Begabung erhält sie ein Stipendium zur Oberschule, die sie jedoch bald verlässt, um Schauspielerin zu werden. Mit diesem Ziel geht sie siebzehnjährig nach Berlin, spricht an der Schauspielschule der DEFA vor und wird schließlich aufgenommen. Hier im Unterricht wird der ehrgeizigen Künstlerin zwischen 1948 und 1951 die Wahrhaftigkeit der begründeten Darstellung und der notwendige Blick für gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt. Während der Ausbildung absolviert Karla Runkehl bereits erste winzige Auftritte ohne Text und Namen bis hin zu etwas größeren Aufgaben wie das Küchenmädchen Frieda in "Saure Wochen - Frohe Feste" (1950). Nach bestandenem Staatsexamen holt sie Wolfgang Langhoff ans Deutsche Theater und betraut sie mit verschiedenen anspruchsvollen Rollen wie der Duschenka im eigenwilligen Stück "Die Dorfstraße". Später gastiert Karla Runkehl u.a. am Staatstheater Dresden und am Volkstheater Rostock, steht zum Gefallen des Publikums und der Kritiker als Virginia in "Galileo Galilei" und als Natascha in "Krieg und Frieden" auf der Bühne. Große Erfolge im DEFA-Film erzielt sie mit ihrer ergreifenden Gestaltung einfacher, lernbegieriger Mädchen, die im Verlauf der Handlung zu erfahrenen, charakterstarken Frauen heranreifen - vom Leben geprüft, aber dennoch ehrlich und aufrecht in ihren Gefühlen und im ständigen Kampf um Menschlichkeit. Der Durchbruch gelingt ihr mit der überzeugenden Verkörperung des Hamburger Arbeitermädchens Änne in den "Thälmann"-Filmen (1954/55). Darauf folgen die Irene Schorn in "Genesung" (1956) sowie die Annegret im Zweiteiler "Schlösser und Katen" (1957), bedeutend auch ihre Leistung in "Nur eine Frau" (1958), wo sie die Frauenrechtlerin Luise Otto-Peters darstellt. Ihre Ausstrahlungskraft, die ausdrucksstarke Natürlichkeit ihres Spiels und ihrer Figuren, die dem Zuschauer nachhaltig in Erinnerung bleiben und Identifikationsmöglichkeit schaffen, machen Karla Runkehl für mehrere Jahre zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen der DDR. Schon in den 50er Jahren gehört sie auch in Fernsehproduktionen zur Besetzung, übernimmt in späteren Jahren zumeist kleinere Parts vor der Kamera.
(Team Zutz - Quellen: Künstler unserer Zeit; Filmschauspieler A-Z)
Filmographie (Auswahl)
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Jahr
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Filmtitel
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Rolle
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1950
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Saure Wochen - Frohe Feste
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Frieda
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1952
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Frauenschicksale
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Freundin von Renate
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1953
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Das Stacheltier: Der Bart ist ab
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Inge
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1954
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Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse
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Änne Harms
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1954
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Hexen
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Neulehrerin Marianne Paul
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1955
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Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse
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Änne Jansen
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1956
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Genesung
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Irene Schorn
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1957
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Schlösser und Katen
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Annegret
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1958
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Nur eine Frau
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Luise Otto-Peters
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1959
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Maibowle
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Rosa Salzbrenner geb. Lehmann
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1960
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Einer von uns
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Lilly
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1960
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Gerichtet bei Nacht (TV)
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Susanne Riemenschmied
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1961
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Urlaub ohne Dich
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Irma Strube
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1962
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Ärzte
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Susanna
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1962
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Die aus der 12b
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Fräulein Karin Platzke
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1962
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Die Igelfreundschaft (DDR/CSSR)
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Heiners Mutter
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1962
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Mord ohne Sühne
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Dora Mettner
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1962
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Die Entdeckung des Julian Böll
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Jutta Böll
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1962
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Ach, du fröhliche...
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Frau Siebkorn
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1963
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Daniel und der Weltmeister
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Mutter
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1965
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Der Frühling braucht Zeit
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Luise Faber
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1970
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Im Spannungsfeld
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Parteisekretärin
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1973
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Unterm Birnbaum
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Male
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1974
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... verdammt, ich bin erwachsen
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Kurbels Mutter
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1975
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Am Ende der Welt
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Mutter der HJ-Jungen
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1980
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Oben geblieben ist noch keiner (TV)
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Sekretärin
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1980
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Die Verlobte
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Beamtin im Polizeigefängnis
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1982
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Sonjas Rapport
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Ollo
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1983
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Robert in Berlin (TV)
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Roberts Mutter
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1984
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Die Leute von Züderow (TV)
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Monika Eckboom
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1986
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Rabenvater
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Frau Blümchen
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Literatur
Heinz Hofmann Karla Runkehl Künstler unserer Zeit Henschelverlag, Berlin 1959 |