Heinz Schröder
* 30.11.1921, Berlin
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Biographie
Nach glücklich überstandenem Soldatendasein im 2. Weltkrieg kann Heinz Schröder erst nach 1945 seinen Traum von einer Schauspielerlaufbahn in die Tat umsetzen. Er studiert an der Schauspielschule des Berliner Hebbel-Theaters unter Ernst Schröder und erhält sein erstes Engagement am Kinder- und Jugendtheater im Titaniapalast. Es folgen Bühnenjahre in Radebeul, Naumburg und Leipzig, dann kehrt Schröder 1955 nach Berlin zurück. Bis 1990 wird das Theater der Freundschaft seine künstlerische Wirkungsstätte. Nach einigen kleineren Filmrollen ist der "antisemitisch eingestellte, gefährlich-bornierte" Studienrat Päker in dem international preisgekrönten DEFA-Streifen "Zwischenfall in Benderath" (1956) Schröders Durchbruch vor den Kameras. In den folgenden Jahren wird er vielfach für die Gestaltung von zynischen, brutalen und hinterhältigen Typen herangezogen. Oft sind es Nazigestalten, SS-Schergen und Schreibtischtäter jener braunen Ära, denen Schröder mit schneidender Stimme Profil verleiht. Auch für die Verkörperung gewichtiger Persönlichkeiten, wie Ärzte, Professoren, Juristen und Politiker, scheint Schröder prädestiniert. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt der Mime den Reichsgerichtspräsidenten Dr. Bünger, den er 1982 in der deutsch-bulgarischen Koproduktion "Die Mahnung" darstellt. Der Film - vom international geschätzten Regisseur Juan Antonio Bardem inszeniert - erzählt im Kern die Geschichte des Reichstagsbrandprozesses von 1933. Über die Entstehung des filmischen Werkes und die Begegnung mit dem spanischen Regisseur berichtet Schröder in einem Beitrag für die Zeitschrift "Das Magazin". Nach 1990 bleibt Heinz Schröder noch einige Jahre seinem Beruf treu, er filmt gelegentlich und nimmt an einer Theatertournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz teil. Im Jahre 2003 veröffentlicht er unter dem Titel "Das erstickte Lachen: Die Erlebnisse des unheldischen deutschen Soldaten H.S." seine Erinnerungen an die dramatischen Kriegsjahre 1939-45.
(Volker Wachter - Quelle: Heinz Schröder, Berlin)
Filmographie (Auswahl)
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Jahr
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Filmtitel
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Rolle
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1949
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Die Brücke
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Matz
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1954
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Stärker als die Nacht
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Arbeiter
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1956
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Der Hauptmann von Köln
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Bundestagsabgeordneter
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1956
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Zwischenfall in Benderath
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Studienrat Päker
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1957
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Das Stacheltier: Agathes süßes Geheimnis
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Generaldirektor
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1957
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Berlin - Ecke Schönhauser
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Lagerleiter
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1958
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Das Stacheltier: Auf dem Boden der Tatsachen
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Konsul Helmbusch
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1959
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Im Sonderauftrag
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Hauptmann
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1959
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Sie nannten ihn Amigo
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blonder Gestapo-Mann
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1959
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Bevor der Blitz einschlägt
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Bruno Brause, Chef vom Dienst
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1959
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Das Stacheltier: Der Papagei
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Staatsanwalt
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1960
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Die heute über 40 sind
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SA-Truppenführer
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1960
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Nackt unter Wölfen (TV)
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Kamloth
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1961
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Der Fall Gleiwitz
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SD-Chef Oppeln
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1961
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Gewissen in Aufruhr (TV)
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Kreißler
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1962
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Die schwarze Galeere
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katholischer Priester
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1962
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Die Jagd nach dem Stiefel
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Sturmführer Barsch
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1963
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Fernsehpitaval: Die Affäre Heyde-Sawade (TV)
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Regierungsrat
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1965
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Eine schreckliche Frau (DDR/CSSR)
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Fernsehreporter
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1966
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Irrlicht und Feuer (TV)
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Dr. Fechner
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1966
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Ohne Kampf kein Sieg (TV)
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Dr. Luger
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1967
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Die gefrorenen Blitze
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Major
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1968
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Der Mord, der nie verjährt
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Reichsgerichtsrat
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1968
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Ich - Axel Caesar Springer (TV)
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Cramer
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1969
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Krupp und Krause (TV)
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Verurteilter
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1970
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Der Mörder sitzt im Wembley-Stadion (TV)
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Bankdirektor
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1971
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KLK an PTX - Die Rote Kapelle
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Herr Weber
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1977
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Ein irrer Duft von frischem Heu
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Bürgermeister
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1980
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Archiv des Todes (TV-Serie)
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Stabsarzt
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1982
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Die Mahnung (DDR/BUL/UdSSR)
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Dr. Bünger
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1984
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Front ohne Gnade (TV-Serie)
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Prof. Manthey
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1987
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Polizeiruf 110: Der Tote zahlt (TV)
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Prof. Kramer
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1988
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Präriejäger in Mexiko (TV)
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Lord Lindsay
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1989
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Späte Ankunft (TV)
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von Stubbendorf
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1991
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Die Brut der schönen Seele (TV)
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Carlas Vater
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1994
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Gute Zeiten, schlechte Zeiten (TV-Serie)
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Leo Rosenberg
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Literatur
Heinz Schröder Das erstickte Lachen: Die Erlebnisse des unheldischen deutschen Soldaten H. S. Hagen Hansen, 2003
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