Inhalt:
Ende der 1940er Jahre im Brandenburgischen. Tinko lebt nach dem Tod seiner Mutter bei seinen Großeltern auf dem Lande. Er ist schlecht in der Schule. Weil er dem Großvater auf dem Feld oder im Stall helfen muss, hat er keine Zeit zum Lernen. Schließlich soll der Junge einmal den Hof erben, "Erbprinz" nennt ihn der alte Kraske, sein Großvater. Dessen Ansicht nach sind das sowieso Lotterzustände, wenn ein Bäcker die Kinder unterrichtet! Es ist die schwere Zeit nach dem 2. Weltkrieg, Jahre der Entbehrung und des Aufbaus, aber auch der Veränderung, des Neuanfangs. In diesen Tagen kehrt Ernst Kraske, Tinkos Vater, aus russischer Gefangenschaft heim. Er arbeitet hart und ist gegenüber der beginnenden Kollektivierung der Landwirtschaft, der gegenseitigen Bauernhilfe aufgeschlossen - im Gegensatz zu seinem sturen Vater. Der alte Dickschädel hat kein Einsehen, er verschließt sich der neuen Zeit, will keine Hilfe annehmen und nichts von seiner Ernte abgeben, ebenso wie der Kimpel-Bauer. Zwischen dem alten Kraske und seinem Sohn kommt es bald zum Bruch, Ernst zieht zur Umsiedlerin Frau Clary. Tinko gerät in einen Konflikt. Er spürt, dass der Großvater nicht immer recht handelt, hält aber zu ihm. Er kennt es nicht anders. Der eigene Vater ist ihm fremd. Trotzdem hatte er dem "Heimkehrer" manchmal bei der Arbeit geholfen. Nun hat wieder einzig der Großvater das Sagen auf dem Hof. Der Großmutter tut es im Herzen weh, dass ihr Sohn im Streit fortging, sie hatte auf eine Entlastung gehofft, dass Ernst den alten Kraske zur Vernunft bringen könne und Frieden im Haus einkehre. Denn sie selbst ist nicht mehr kräftig genug, um den ganzen Tag lang die schwere Arbeit auf dem Felde zu verrichten. Sie erkrankt, Tinko nimmt sie gegenüber dem Alten in Schutz. Auch der Großvater schafft es nicht allein. Doch statt das einzugestehen, jagt er lieber die anderen Bauern, die ihn mit ihren Landmaschinen unterstützen wollen, fort, schindet sein Pferd zu Tode, schuftet selbst bis tief in die Nacht, bis zum Ende... Tinko wird bei seinem Vater bleiben und es gut haben, Zeit zum Lernen und zum Spielen haben.
(Team Zutz)
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